Werner Frhr. v. Fritsch (*1880)

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Buchrezension

Karl-Heinz Janßen/Fritz Tobias: Der Sturz der Generäle. Hitler und die Blomberg-Fritsch-Krise. München: 1994

Klappentext:
Im Februar 1938 verlieren Reichskriegsminister Blomberg und der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Fritsch, ihren Posten. Adolf Hitler wird selbst Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Damit sind die Weichen für einen beschleunigten Kriegskurs endgültig gestellt. In minutiöser Rekonstruktion der Ereignisse kommen die beiden renommierten Autoren zu dem Schluss, bei der sog. "Blomberg-Fritsch-Krise" von 1938 habe es sich nicht um ein von langer Hand vorbereitetes Komplott zum Sturz der Wehrmachtsführung gehandelt, sondern letztlich um nichts anderes als eine "triviale Sittenaffäre und eine polizeiliche Panne".

Das Grab von Werner Frhr. v. Fritsch
Das Grab von Werner Frhr. v. Fritsch

In einer Rezension in der "Welt" (17.03.1994) wurde das Buch als eine "mustergültige Untersuchung" bezeichnet und Günter Kiessling zog in der "FAZ" (05.04.1994) das Fazit: "Das unbestreitbare Verdienst der Autoren besteht in dem Nachweis, dass Blomberg und Fritsch nicht Opfer einer politischen Intrige waren. Wie immer, wenn Große stürzen, so wurden auch in diesem Zusammenhang alte Rechnungen beglichen und die Chance zur Verfolgung anderer Ziele genutzt. Die politischen Folgen dieser Krise bleiben dieselben: Hitler erlangte den Oberbefehl über dieWehrmacht. " General Kiessling - dessen Schicksal von manchen mit jenem Werner Freiherr v. Fritschs verglichen worden ist charakterisiert Generaloberst in seiner Rezension als "überragenden Soldaten" und schließt sich ausdrücklich der Würdigung aus der seinerzeitigen Meldung über Werner Fritschs Tod an: "Die Wehrmacht hat heute ihren besten Soldaten verloren".